Zwei Frauen mit Korb unterwegs zum Markt in Phoka

Frauenkleidung im ländlichen Malawi

Was zieht die Frau von Welt eigentlich an, wenn sie in einem Dorf im südostafrikanischen Hinterland wohnt?

Eine Lektion, die ich als Fotograf im Norden Malawis lernen durfte war, dass die Tumbuka keine traditionelle Kleidung tragen. Wer glaubt, in Afrika heute noch Naturvölker wie „die Nuba“ (vgl. Leni Riefenstahl) anzutreffen, die halbnackt durch den Busch springen, hat sowieso keine Ahnung. Afrika ist bunt und modern. Längst sind die handgemachten Kleider aus Leder und Baumrinde der Baumwolle und den diversen Poly-irgendwas-Fasern gewichen. Dresscode ist nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Lande angesagt. Aber gibts da nicht wenigstens ein wenig Tradition fürs Auge? Wer nach Bayern fährt, macht doch auch Fotos von Dirndln und Lederhosen?!

Gebet für den Verstorbenen, Blick aus der Sicht der Trauergäste auf die versammelten Geistlichen

Szenen einer Beerdigung

Dörfer kommen zusammen und trauern

Duncan und ich hatten die Ehre, an einer Beerdigung in der Nähe von Livingstonia teilnehmen zu dürfen. Eine Beerdigung bei den Tumbuka, das ist ein Ereignis bei dem nicht nur die Familie, sondern auch Freunde, Bekannte und selbst Unbekannte aus den Nachbardörfern teilnehmen.

Eine Frau pflückt Kaffee in einem Dorf nahe Livingstonia

Kaffee in Malawi

Vom Kaffeeanbau in den Bergen im Norden Malawis.

Es ist ein kalter morgen im August 2013. Duncan und ich sind in Kanyotha Village in der Nähe der Manchewe Wasserfälle. Hier treffen wir zu unserem ersten Interview mit Chief Kanyotha zusammen. Der Vorsitzende des 60-Seelen-Dorfes ist seit 7 Jahren im Amt und hat 13 Kinder mit seinen zwei Ehefrauen. In dem Dorf gibt es keinen Strom und keine Geschäfte; die Schulausbildung könnte besser sein erzählt er uns. Man lebt in Kanyotha Village von der Landwirtschaft: Mais, Erdnüsse, Bohnen und Maniok bauen die Leute hier an. Außerdem besitzen sie ein paar Ziegen, Schweine und Hühner.